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Bartl, Rita

Zum Phänomen der DDR-Nostalgie

2008. 64 S. 210 mm
Verlag/Jahr: GRIN VERLAG 2008
ISBN: 3-638-93755-0 (3638937550)
Neue ISBN: 978-3-638-93755-9 (9783638937559)

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, einseitig bedruckt, Note: 1,3, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Veranstaltung: Politische Kultur im wiedervereinigten Deutschland, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Touristenshops bestimmt das Thema Berlin zu Mauerzeiten die Regale: Stadtpläne,
auf denen man sehen kann, wie die Mauer verlief und Postkarten, die mit einem
Stückchen echter Mauer zu erwerben sind. In den Medien scheint der Höhepunkt
der nostalgischen Beschäftigung mit der DDR wie in Filmen wie Good Bye Lenin
zwar überwunden, doch im Internet gibt es zahlreiche, oft private Seiten, auf denen
man DDR-Produkte erwerben, Informationen zur DDR erhalten oder sich mit
Gleichgesinnten über die gute alte Zeit austauschen kann. Auch im Gespräch mit
Menschen, die heute zwischen 40 und 50 sind und in der DDR aufwuchsen, fiel mir
immer wieder auf, dass bestimmte Aspekte der DDR wie billige Wohnungen und ein
sicherer Arbeitsplatz besonders betont wurden und man hingegen die jetzigen
Verhältnisse scheinbar weniger schätzt. Die DDR und die Sehnsucht danach sind
also tatsächlich immer noch wichtiges Thema und weitgehend präsent im
Alltagsleben. Dieses Phänomen, das als DDR-Nostalgie beschrieben werden kann,
soll in dieser Arbeit untersucht werden.
Zu Beginn der Arbeit möchte ich versuchen, eine Definition und eine zeitliche
Einordnung zu geben. Im nächsten Schritt werde ich mich den Ausprägungen der
DDR-Nostalgie widmen, wie sie sich in Produkten, Medien, in öffentlichen
Veranstaltungen und schließlich auch in Aussagen bei wissenschaftlichen Umfragen
zeigt. Als Nächstes soll die Problematik behandelt werden, DDR-Nostalgie überhaupt
zu erfassen und zu erklären. Die Erklärungsansätze, die von einer Trotzreaktion über
das Bedürfnis nach Anerkennung reichen, werden den Schwerpunkt der Arbeit
bilden. Abschließend soll eine Einschätzung abgegeben werden, ob DDR-Nostalgie
ein Problem für die politische Kultur in Deutschland darstellt oder ob es sich um ein
harmloses und vor allem emotionales Phänomen des Erinnerns handelt.
Mit DDR-Nostalgie bzw. der Ostalgie , wie es beim Autor heißt, hat sich besonders
Thomas Ahbe beschäftigt. Von ihm liegen die meisten Publikationen vor und auf ihn
stützen sich die grundlegenden Thesen dieser Arbeit. Weitere Forschung zum Thema erschien vor allem in Artikeln des Deutschland-Archivs, aus den Heften der
Politik und Zeitgeschichte und in abschnittsweisen Bemerkungen in Beiträgen der
zahlreichen Literatur zur Deutschen Einheit allgemein und deren Auswirkungen.


257.233 Titel bei © frauenbuch.de Stand: 28.07.2010

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