Goethe, Johann W. von; Husmann, Ina
Johann Wolfgang von Goethe ´Die Leiden des jungen Werther´
Untersuchungen und Anregungen
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4. Aufl. 2006. 136 S. 17,5 cm
Verlag/Jahr: BEYER 2006
ISBN: 3-88805-039-1 (3888050391)
Neue ISBN: 978-3-88805-039-8 (9783888050398)
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"Werther" hat seit 1774, seinem Erscheinen, interessierte Leser gefunden. Er hat jeder Zeit etwas zu sagen gehabt, und jede Zeit hat ihn für sich vereinnahmt. Die verschiedensten Methoden der Interpretationwurden auf ihn angewendet, und Teilaspekte des Werkes, wie z.B. der Selbstmord Werthers oder die Liebesgeschichte, wurden im einzelnen untersucht. Bei der vorliegenden Untersuchung stand ein Merkmal des Werkes im Vordergrund, das mir bestimmend zu sein scheint, nämlich die durchgehende Widersprüchlichkeit aller Aussagen, die gemacht, und aller Positionen, die dargestellt werden.Helmut Schmiedt (s. Kapitel "Interpretationen") spricht davon, dass "die strikte Einrede gegen jede vorgeprägte Sinngebung des Lebens, sei sie "systemkonform" oder nicht, sei sie den christlichen Idealen oder einer Säkularisation des Denkens verpflichtet, das eigentliche Provozierende und Revolutionäre, letzthin auch bis heute das Moderne des Werkes" sei.Es darf also angenommen werden, dass eine Betrachtung des "Werther" unter dem leitenden Aspekt "Widersprüchlichkeit" keinen Blick verstellt, sondern Platz lässt für weitere, neue Betrachtungsweisen.
Johann Wolfgang von Goethe geboren am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gestorben am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken ´Götz´ und ´Werther´, Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen (´Faust´, ´Tasso´, ´Iphigenie´ u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.
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Stand: 28.11.2009
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