Kafka, Franz; Scholz, Ingeborg
Franz Kafka ´Das Urteil´, ´Die Verwandlung´, ´Ein Hungerkünstler´, ´Vor dem Gesetz´, ´Eine kaiserliche Botschaft´, ´Ein
Anmerkungen für eine kritische Behandlung im Unterricht
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7., überarb. Aufl. 2008. 108 S. 17,5 cm
Verlag/Jahr: BEYER 2008
ISBN: 3-88805-133-9 (3888051339) / 3-921202-30-2 (3921202302)
Neue ISBN: 978-3-88805-133-3 (9783888051333) / 978-3-921202-30-2 (9783921202302)
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Kafka hat eine besondere Vorliebe für die "kleine Prosa"; das geht aus gewissen Äußerungen hervor, in denen er sich über die längeren Erzählzusammenhänge seiner erst posthum veröffentlichten Romane bzw. Romanfragmente skeptisch geäußert und sie sogar als künstlerisch misslungen bezeichnet hat.
1.Franz Kafka.
1.1 Zeittafel.
1.2 Kafkas dichterische Existenz.
2.Interpretation.
2.1"Das Urteil".
2.1.1 Notizen zur Entstehung.
2.1.2 Der Sachverhalt.
2.1.3 Kafkas Selbstinterpretation des "Urteils" in Tagebüchern und Briefen.
2.1.4 Die Hauptfigur und ihr Doppelgänger: Georg Bendemann und sein Jugendfreund.
2.1.5 Die Thematik von Macht und Ohnmacht in der Vater-Sohn-Beziehung.
2.1.6 Struktur und Erzählverhalten.
2.2"Die Verwandlung".
2.2.1 Entstehung und Selbstaussage des Autors zum Text.
2.2.2 Verwandlungsmotiv und Tiermetapher.
2.2.3 Figuren und Handlungsverlauf.
2.2.4 Autobiographische und topographische Aspekte der Erzählung.
2.3"Ein Hungerkünstler".
2.3.1.Die reale Jahrmarktsfigurals zeitgeschichtliches Phänomen.
2.3.2 Der Sachverhalt.
2.3.3 Die Metapher des Hungerns.
2.3.4 Die Figurenkonstellation.
2.3.5 Struktur und Erzählperspektive.
2.4"Vor dem Gesetz".
2.4.1 Einordnung des Textes in den Zusammenhang des Prozess-Romans.
2.4.2 Der Sachverhalt der Parabel.
2.4.3 Die Personen: Der "Türhüter" und der "Mann vom Lande".
2.4.4 Die Frage nach dem Gesetz: ein Deutungsversuch.
2.5"Eine kaiserliche Botschaft".
2.5.1 Einordnung der Legende in die Rahmenerzählung "Beim Bau der Chinesischen Mauer"...
2.5.2 Sachverhalt und Personenkonstellation.
2.5.3 Die Unüberwindlichkeit des Raumes und der Zeit.
2.5.4 Struktur und Sprachform.
2.6"Ein Bericht für eine Akademie".
2.6.1 Vorbilder und Entstehung
2.6.2 Die Form des Redeberichts.
2.6.3 Thematik und Motivik.
2.6.4 Sozialkritische Implikation des Textes.
2.7"In der Strafkolonie".
2.7.1 Schauplatz, Sachverhalt und Figurenkonstellation.
2.7.2 Die Zentralthemen: Die Zweifellosigkeit der Schuld und die Erlösungsfunktion der Strafe.
3.Die Dimension der Sprache und des Stils in Kafkas Prosa.
4.Anregungen zur Unterrichtsgestaltung.
4.1 Einführung in den Umgang mit Kafkas Prosa im Literaturunterricht.
4.2 Unterrichts-Sequenzen und Aufgaben.
5.Literaturverzeichnis.
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901 bis 1906 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura. Nach der Promotion zum Dr. jur. absolvierte er eine einjährige ´Rechtspraxis´, trat dann 1907 in die ´Assicurazioni Generali´ ein und ging 1908 als Jurist zur ´Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt´, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er einige Jahre später, am 3. Juni 1924, starb.
Franz Kafka, der notorisch einsame und unverstandene Einzelgänger, hat wie kein zweiter die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt. In einzigartiger - kafkaesker - Weise thematisierte er die vielfältigen Ängste des Menschen: mit einer Sprache, die an Klarheit nicht zu übertreffen ist und die stets im unüberwindlichen Gegensatz zur thematischen Undurchschaubarkeit steht.
229.851 Titel bei © frauenbuch.de
Stand: 28.11.2009
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