Abbt, Christine
Der wortlose Suizid
Die literarische Gestaltung der Sprachverlassenheit als Herausforderung für die Ethik. Diss.
2006. 218 S. 23,5 cm
Verlag/Jahr: FINK (WILHELM) 2006
ISBN: 3-7705-4367-X (377054367X)
Neue ISBN: 978-3-7705-4367-0 (9783770543670)
Preis und Lieferzeit: Bitte klicken
Der wortlose Suizid wird seit der frühen Moderne zum zentralen literarischen Motiv.
Der Vorstoß in die Sprachlosigkeit ist ein Paradox: Die Abwesenheit von Sprache muss durch Spra-che selbst zum Ausdruck kom-men. Das literarische Ringen um diesen Widerspruch, welcher das Unternehmen rein logisch zu desavouieren scheint, entdeckt ein neues Terrain. Die Grenze zwischen Leben und Tod weitet sich und eröffnet den Sprachver-lassenen und Unverstandenen einen unverhofften Ort des Blei-ben-Könnens. Der erste Teil des Buches folgt der Spur der Litera-tur in die Stille und entwickelt in der Analyse der Texte jene her-ausfordernde Kategorie der Grenze als Raum, die im zweiten Teil des Buches zum Test für aus-gewählte Positionen der philoso-phischen Ethik wird. Zwischen der Literatur von Kolmar, Kroetz, Kaf-ka, Melville, Beckett, Horváth, Fontane, Kertész, Améry, Levi, Duvanel und Bernhard und der Philosophie von Nussbaum, Ror-ty, Gadamer und Derrida findet eine unerwartete Begegnung statt.
Christine Abbt (Dr. phil.) lehrt Politische Philosophie und Ästhetik am Philosophischen Seminar der Universität Zürich.
257.233 Titel bei © frauenbuch.de
Stand: 28.07.2010
© frauenbuch.de • herderstraße 10 • 10625 berlin • tel. 030 315 714 13 • fax 030 315 714 14 • post
frauenbuch.de