Gabriel, Petra
Zeit des Lavendels
Roman
2002. 393 S. 18 cm
Verlag/Jahr: LÜBBE 2002
ISBN: 3-404-14752-9 (3404147529)
Neue ISBN: 978-3-404-14752-6 (9783404147526)
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Die Heilerin von Seggingen zwischen Liebe und Verrat. Ein historischer Roman aus dem 16. Jahrhundert. Hexe oder Heilerin? In den unruhigen Zeiten der Reformation ist eine Schuldige an Missernten und Hungerwintern schnell gefunden. Dabei ist die beschuldigte Katharina nichts weiter als eine einfache junge Frau, die sich für Kräuter und Heilkunde interessiert und in Frieden in ihrer Heimatstadt Seggingen leben will. Und auch von einer ganz anderen Seite droht ihr Gefahr: Denn der Mann, den Katharina bei einem Besuch in Basel kennen lernt, der sie in seinen Bann schlägt und in den sie sich Hals über Kopf verliebt, spielt ein falsches Spiel. Und bald sieht sie sich gezwungen zu kämpfen - für sich und für die Menschen, die ihr etwas bedeuten... Man schreibt das Jahr 1543: Die fünfzehnjährige Katharina, die als Dienerin der Äbtissin im Stift zu Seggingen lebt, lässt sich von der alten Heilerin des Dorfes in Kräuterkunde unterweisen, um später ihre Nachfolge anzutreten. Doch schon bald wird sie im Dorf der Hexerei verdächtigt. Auf der Flucht begegnet Katharina dem abtrünnigen Mönch Thomas Leimer, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Zu spät erkennt sie, dass er ein falsches Spiel mit ihr spielt ...
(Konz Jehle trifft in Rom ein und lernt Giovanna kennen ...)
Santa Maria Maggiore war Giovanna die liebste der römischen Kirchen. Sie mochte dieses bis ins kleinste Detail ebenso prunkvoll wie liebevoll gestaltete Gotteshaus. Der reich verzierte, marmorne Fußboden, die vergoldete, matt glänzende Kassettendecke - und vor allem das über 200 Jahre alte Apsismosaik. Jacopo Torriti hatte darin den Triumph Marias dargestellt. Es schien die Quelle jenes geheimnisvollen Leuchtens in diesem Kirchenraum zu sein, das die Gegenwart des Allmächtigen fast fühlbar machte.
Giovanna ging oft in diese Basilika. Ihr hoch aufragender, herrlicher Glockenturm begrüßte sie schon von weitem. Neben dem Vesta-Tempel mit dem Ausblick auf den Tiber, die Insel im Fluss und dem jüdischen Ghetto, war dies einer ihrer Lieblingsorte. Santa Maria Maggiore verkörperte die gute Seite ihres Lebens, ihren von Kind an gepflegten, tiefen Glauben an die Madonna und ihre Güte.
Petra Gabriel-Boldt ist am Bodensee aufgewachsen und lebt mit ihrer Familie in der kleinen, mittelalterlichen Stadt Laufenburg am Rhein. Über 15 Jahre lang war sie Redakteurin in der Lokalredaktion des SÜDKURIER, einer Lokalzeitung mit Sitz in Konstanz. Seit 2004 arbeitet sie als freiberufliche Journalistin und Schriftstellerin.
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Stand: 28.11.2009
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